Barbara Rummel

Political Analyst,

Advisor & Essayist

 

Dipl. Sozialwissenschaflerin



Neben den Studien der 

Politischen Wissenschaften, Psychologie und Soziologie an der

Gerhard-Mercartor-Universität zu Duisburg ist vor allem das Studium des Lebens, Praxis und Erfahrung Basis und Motivation der Arbeit.

 

Nach zehn erfolgreichen Jahren in der Finanzbranche engagierte sie sich als Geschäftsführerin der Tibet Initivative Deutschland für das Recht auf politische Selbstbestimmung und Anerkennung der Tibeter, bevor sie sich 2001 als politische und strategische Analystin, Beraterin und Essayistin selbständig machte.

Philosophie

Vor mir Theodor Heuss‘ „Lust der Augen. Stilles Gespräch mit beredetem Bildwerk“, Bücher von und über Malerei und ihre Künstler, Kunstwerke und Händler, Sotheby’s, Karl Lagerfelds Karlikaturen oder die Dokumentation der Sammlung von Yves Saint Laurent. Ich sitze in den stillen frühen Morgenstunden in einer der bildenden Kunst vorbehaltenen Ecke und darf mich uneingeschränkt als Augenmensch bezeichnen, gleichso, wie der Herausgeber von Heuss‘ Kunsterinnerung selbigen bezeichnete. Ich inhaliere und generiere Lebenskraft und Ideen aus der Betrachtung von Kunstwerken, Landschaften, Menschen und Objekten, das ist eine Wohltat.

 

Die meisten Internetpräsentationen, ob von Ministerien, Internationalen Organisationen, Universitäten und sonst wem, haben einen uniformen Auftritt mit großen bunten, oft bewegten Bildern und es wird immer schwieriger, längere, konzertierte und konzentrierte Gedanken in geschriebener Form zu finden. Diese ohnehin schon knappen Texte gibt es jetzt auch in einfacher Sprache. Das ist gut und notwendig, da das Erfassen und die vertiefende Auseinandersetzung mit Inhalten für immer mehr Menschen immer schwieriger wird. Das geht indes zulasten jener, für die komplexe Gedanken in schriftlicher Form Nahrung für Gehirn und Seele sind.

 

Aus diesem Grund habe ich mich bei der Gestaltung dieses Webauftritts gegen Wordpress und andere bildlastige Formate entschieden. Hier müssen Sie zwar nicht lesen, hier dürfen und können Sie endlich lesen. Hier finden Sie Essays, mit denen Sie Ihr eigenes Denken anreichern und sich auseinandersetzen können. 

 

Erfahrungen

Das Vortragsprogramm 2022 ist da!

Zu den Vorträgen

Zitat des Tages

"Während meines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten habe ich bemerkt, daß eine demokratische Gesellschaftsordnung wie die der Amerikaner für die Errichtung des Despotismus einzigartige Möglichkeiten bieten könnte; [...] Ich bin überzeugt, daß es leichter ist eine absolute und despotische Regierung in einem Volk zu errichten, in dem die gesellschaftlichen Bedingungen gleich sind, als in einem anderen, und ich glaube, eine derartige Regierung würde - einmal in einem solchen Volk errichtet - die Menschen nicht nur unterdrücken, sondern auf die Dauer jedem einige der wesentlichen Attribute der Menschheit entreißen. Der Despotismus erscheint mir daher in den demokratischen Zeiten als eine besondere Gefahr."

Alexis de Toqueville 1840

Nächste Veranstaltungen

Montag, 13. September 2021 

Zur Bundestagswahl am 26. September 2021

Wahlen im Zeitalter von Fake-News und Katastrophen

Es ist ein alter Hut: Wer erst die Macht errungen, gibt sie freiwillig nicht mehr her, wie noch fast alle Regenten bewiesen haben. Zwar setzten die Mütter und Väter des Grundgesetzes auf Gewalten-hemmung der Staatsmacht und regelten, dass der Bundestag alle vier Jahre neu zu wählen ist. Die Dauer der Amtszeit der Gewählten wurde indes nicht eingegrenzt.

Aus diesem Versäumnis konnte sich der Berufspolitiker entwickeln, der sein Amt nur selten freiwillig räumt. Dabei geht es immer weniger um das Gemeinwohl, die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse oder Pflichterfüllung, sondern, so darf unterstellt werden, (auch) um den Erhalt des üppigen Salärs, des Gefühls der eigenen Bedeutsamkeit und Macht.

Regierungschefs, die ihr Amt in einer Demokratie 16 Jahre innehaben, dürfen das zwar de jure. De facto ist das allerdings so wenig demokratisch, wie die schrumpfende Wahlbeteiligung, nachlassende Solidarität oder das fehlende Wissen um das Politische.

 

Langsam geht unserer Demokratie die Luft aus und die Ressourcen sind erschöpft. Ein Weiter so in Zeiten erstarkender radikaler, den Rechtsstaat aushöhlender Parteien, immer gewaltbereiterer Demos, maroder Staatsfinanzen und nicht mehr tragfähiger sozialer Sicherungssysteme entwickelt sich zum Bumerang.

Die Liste demokratischer Errungenschaften ist lang, das Schwarzbuch der Steuerzahler auch! Friede, Freiheit, Sicherheit, ein solider Wohlstand kennen keine Ewigkeitsgarantie. 

Kurz vor der Wahl des 20. Bundestages wollen wir uns die gegenwärtige Lage genauer ansehen.

 

19.30 - 21.45 Uhr