Die Frauen und der 09. November

                              Aufstand - Widerstand - Ist-Stand

 

Samstag, 09.11.2013

08:00 – 12:30 Uhr

 

Der 9. November gilt unter Historikern als „Schicksalstag der Deutschen“. Zu unserem diesjährigen frauenpolitischen Frühstück wollen wir den Fragen nachgehen, welche besondere Bedeutung den Frauen im Kontext der Ereignisse der Reichskristallnacht, dem Fall der Mauer bis heute in einem Zeitalter des Cyberfeminismus zukommt, mit welchen spezifischen Herausforderungen sie konfrontiert waren und unter welchem Selbstverständnis sie heute stehen. Der Bogen spannt sich von einer Zeit unvorstellbaren Leids über Aufbau und Neu-Definition der Rolle hin zu einer scheinbar grenzenlosen Freiheit.

 

August Bebel schrieb 1879: „Der Einwand, die Frau verstehe nichts von öffentlichen Angelegenheiten, trifft sie nicht mehr, als Millionen Männer […]“. Wie steht es damit heute?

 

Nach einem einführenden Vortrag der Politologin Barbara Rummel zu diesen Fragen werden wir die Thesen ergiebig diskutieren.

 

Katholisches Stadthaus Oberhausen

 

Forum Politik 2013                   

Was meint Globalisierung?

 

Die Weltgesellschaft ist in einem enormen Wandel, bei dem zunehmend häufiger verantwortliche Akteure den Eindruck von Unwissen und Machtlosigkeit vermitteln. War es lange Zeit Aufgabe der Politik, dem Bürger gute, zukunftsfähige Rahmenbedingungen vor zu halten, gehören heute kommunale Abwassernetze Investoren, bestimmen „Weltversorger“ längst, was wir wie konsumieren, welche Rohstoffe ausgebeutet werden, welche Menschen entrechtet bleiben.

 

Das Ideal der Aufklärung, die Entwicklung einer demokratischen, gleichberechtigten Gesellschaft, sollte die Menschen schützen vor Despotismus und Machtmissbrauch auf allen Ebenen. Die Bürger indes scheinen die Politik längst aufgegeben zu haben, wie u.a. die Wahlbeteiligungen der Kommunalwahlen in 2012 in Duisburg oder Dortmund von knapp über 30% zeigen.

 

Und tatsächlich sind nationale Entscheidungen heute abhängig von internationalen Strukturen und Ereignissen. Die weltweite Verflechtung im Austausch von Waren, Dienstleistungen und Kultur beschreibt man seit den 1990er Jahren als Globalisierung. Was das genau meint, mit uns macht und wie das zu steuern ist, dem gehen wir in unserem diesjährigen Forum Politik nach. 

 

Die Vorträge dauern immer von 19.30 - 21.45 Uhr, Veranstaltungsort Katholisches Bildungswerk Oberhausen

 

 

18. März 2013 Global Governance - oder wie funktioniert die Welt

 

Deutlich erkennbar ist die demokratische Politik westlicher Couleur am Limit. Galt sie bisher als Voraussetzung für stabilen Kapitalismus und Wohlstand, beweist z.B. China, dass Kapitalismus ohne Demokratie betriebswirtschaftlich wesentlich effizienter ist. Weltweit gilt das Primat des Profits.

 

Von der Politik ungebremst, werden Böden, Meere, Menschen ausgelaugt, lassen sich Konzerne die Natur patentieren; für die Brachen vor Ort kommt der Steuerzahler auf. Wir verbrauchen p.a. das 1,5-fache der Erde, der Rohstoffhunger ist unermesslich, die Frischwassernot in Europa angekommen. Wohlstandsmüll ist nicht mehr zu bewältigen, die atomare Endlagerfrage ungeklärt, Palmöl- und Soja-Konzerne wollen immerhin 10% der Regenwälder erhalten. Ausser für Renditeaspekte ist es schier unfassbar, dass es noch immer bewaffnete Kriege gibt, oder werden Waffen lediglich als Dekomaterial für afghanische Wohnzimmer produziert?

 

Im Zeitalter der Postdemokratie stellt sich die Frage, wie und wer die die gesamte Menschheit betreffenden Herausforderungen verantwortungsvoll und nachhaltig handhaben kann. Die Strukturen zur Steuerung der Weltgesellschaft sind unter dem Begriff Globale Governance subsumiert. In diesem Vortrag werden diese aufgezeigt und im Anschluss ergiebig diskutiert.

 

 

27. Mai 2013 Forum Politik - Aktuelles aus der Politik

 

Auch in diesem Jahr halten wir wieder einen Termin ohne konkreten Titel vor, um zeitnah für nicht vorhersehbare Ereignisse ein Forum zu bieten. Soweit man auch zurück blickt, findet man zu allen Zeiten große, umwälzende Ereignisse, die oft zerredet und selten in die Tiefe analysiert werden, ob eine Landesregierung zurücktreten muss und dann doch wieder gewählt wird, Atomkraftwerke in die Luft gehen oder irgendwo ein Krieg ausbricht.

 

Auch an diesem Abend wird das dann relevante Thema mit einem Vortrag eingeführt und im Anschluss wieder in erprobter Weise ausdiskutiert. Die aktuelle Überschrift entnehmen Sie bitte kurzfristig der Tagespresse oder finden es im Internet.

 

 

Eine-Welt - oder wie viel Vernetzheit braucht die Welt

30. September 2013 

In den letzten Jahren hat sich eine Kommunikationsrevolution vollzogen, nach der nicht mehr Haben, Sein oder Wissen zählt, sondern ob und welchen „Zugang“ man hat. Kommunikation und Information kosten kaum noch etwas. Regierungen, Unternehmen, Gruppen können nicht mehr im Verborgenen agieren, sondern stehen unter Beobachtung einer vernetzten, kommunizierenden Weltgemeinschaft.

 

Verlieren wir möglicherweise durch die omnipräsente Information und Erreichbarkeit unser Wissen und dadurch die Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung? Es scheint, dass die "Telekratie" die Demokratie bereits ersetzt hat. Erfahren wir einen "Verlust der Aufklärung, eine globale Störung der Aufmerksamkeit, eine Infantilisierung der Gesellschaft", wie es bei Joseph Stieglitz heißt? Fraglos kommt zurzeit Infotainment vor Wissen, wer braucht schon Humboldt? Ein tiefes Durchdringen, Durchdenken gehört gegenwärtig nicht zu den erstrebenswerten Zielen und braucht es scheinbar auch nicht, solange „man drin ist“. 

 

Wie also beeinflusst diese Kommunikationsrevolution die Gesellschaften, was bedeutet die zeitgleiche Wahrnehmung von Ereignissen, die ständige Erreichbarkeit, Informations- und Bilderflut für das Selbstverständnis von Kulturen und deren Individuen? Diesen spannenden Fragen gehen wir  in einer gemeinsamen Diskussion nach einem einführenden Vortrag auf den Grund.



Reihe Frauen-politisch unterwegs

Exkursion zum WDR in Köln am 14. Juni 2013

 

Wiederholungsveranstaltung am 25. September 2013

 

Medien – die „Vierte Gewalt“ im Staat

Demokratie lebt von und durch aktive Beteiligung ihrer Bürger. Dafür braucht es Wissen und Informationen, die wir primär über Medien beziehen. In Zeiten großer Herausforderungen und eines rasanten Wandels braucht es in einer kaum zu bewältigenden Informationsflut verlässliche Nachrichten.

Mit unserer diesjährigen Exkursion nehmen wir einen Blick hinter die Kulissen des WDR und gehen den Fragen nach, ob Frauen Nachrichten anders gestalten, wie sie ihre Themen finden und welche Schwerpunkte sie setzen.

Dazu erhalten wir einen Einführungsvortrag während der Hinfahrt. Nach einer Führung durch den WDR und einer Cafépause steht uns die Leiterin der Abteilung „Religion und Bildung“ Maria Dickmeis zu einem spannenden Austausch zur Verfügung. Vortrag und Moderation werden von der Sozialwissenschaftlerin Barbara Rummel geleitet.

Nach Abschluss der Veranstaltung haben wir noch zwei Stunden für private Exkursionen durch Köln.

Veranstalter:

Katholisches Stadthaus Oberhausen

Donnerstag, 14.06.2013

10:00 – 19:30 Uhr

Das Vortragsprogramm 2022 ist da!

Zu den Vorträgen

Zitat des Tages

"Während meines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten habe ich bemerkt, daß eine demokratische Gesellschaftsordnung wie die der Amerikaner für die Errichtung des Despotismus einzigartige Möglichkeiten bieten könnte; [...] Ich bin überzeugt, daß es leichter ist eine absolute und despotische Regierung in einem Volk zu errichten, in dem die gesellschaftlichen Bedingungen gleich sind, als in einem anderen, und ich glaube, eine derartige Regierung würde - einmal in einem solchen Volk errichtet - die Menschen nicht nur unterdrücken, sondern auf die Dauer jedem einige der wesentlichen Attribute der Menschheit entreißen. Der Despotismus erscheint mir daher in den demokratischen Zeiten als eine besondere Gefahr."

Alexis de Toqueville 1840

Nächste Veranstaltungen

Montag, 13. September 2021 

Zur Bundestagswahl am 26. September 2021

Wahlen im Zeitalter von Fake-News und Katastrophen

Es ist ein alter Hut: Wer erst die Macht errungen, gibt sie freiwillig nicht mehr her, wie noch fast alle Regenten bewiesen haben. Zwar setzten die Mütter und Väter des Grundgesetzes auf Gewalten-hemmung der Staatsmacht und regelten, dass der Bundestag alle vier Jahre neu zu wählen ist. Die Dauer der Amtszeit der Gewählten wurde indes nicht eingegrenzt.

Aus diesem Versäumnis konnte sich der Berufspolitiker entwickeln, der sein Amt nur selten freiwillig räumt. Dabei geht es immer weniger um das Gemeinwohl, die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse oder Pflichterfüllung, sondern, so darf unterstellt werden, (auch) um den Erhalt des üppigen Salärs, des Gefühls der eigenen Bedeutsamkeit und Macht.

Regierungschefs, die ihr Amt in einer Demokratie 16 Jahre innehaben, dürfen das zwar de jure. De facto ist das allerdings so wenig demokratisch, wie die schrumpfende Wahlbeteiligung, nachlassende Solidarität oder das fehlende Wissen um das Politische.

 

Langsam geht unserer Demokratie die Luft aus und die Ressourcen sind erschöpft. Ein Weiter so in Zeiten erstarkender radikaler, den Rechtsstaat aushöhlender Parteien, immer gewaltbereiterer Demos, maroder Staatsfinanzen und nicht mehr tragfähiger sozialer Sicherungssysteme entwickelt sich zum Bumerang.

Die Liste demokratischer Errungenschaften ist lang, das Schwarzbuch der Steuerzahler auch! Friede, Freiheit, Sicherheit, ein solider Wohlstand kennen keine Ewigkeitsgarantie. 

Kurz vor der Wahl des 20. Bundestages wollen wir uns die gegenwärtige Lage genauer ansehen.

 

19.30 - 21.45 Uhr