Forum Politik 2017

I. Forum Politik 20. Februar 2017

Vom Pulverfass Nahost zum Flächenbrand -

wie ansteckend ist der Krieg in Syrien?

 

Aus den in 2011 friedlich begonnenen Demonstrationen entwickelte sich ein immer länger anhaltender Stellvertreter Krieg. Trotz – oder vielleicht wegen (?) – der internationalen Interventionen verschlechtert sich die Situation für die Syrer eher. Es scheint kaum um die Interessen FÜR das syrische Volk, sondern um einen Wettstreit russischer, türkischer, US-amerikanischer und anderer Machtinteressen.

 

Im I. Forum Politik gehen wir der Frage nach, warum sich die Situation im Nahen Osten so dramatisch zugespitzt hat und scheinbar nicht zu befrieden ist. Welche historischen Ereignisse ebneten den Boden für den immer stärker wachsenden Hass? Welche Auswirkungen hat es für die Regionen und für den Rest der Welt, wenn USA massiv Saudi Arabien unterstützt, das seinerseits trotz seines Reichtums und als heiligster Stätte für Muslime mit der Ka’aba keinerlei Anstrengungen unternimmt, die Region zu befrieden oder zumindest Flüchtenden zu helfen? Wie sind die Verflechtungen unter-, mit- und gegeneinander im Nahen Osten? Und was bedeutet das für die westliche Welt?

 

 

II. Forum Politik 19. Juni 2017

Brexit - Ein Jahr danach

 

Ein Jahr, nach dem in einem an sich schon fragwürdigen Referendum wollen wir uns die Entwicklung in England, im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union ansehen. Gegenwärtig (09.2016) hat das britische Pfund einen Kursverlust von 11% zu verzeichnen, internationale Konzerne wägen eine Verlagerung nach Europa und die Nation ist so tief gespalten wie selten in der britischen Geschichte. Vielleicht hat bis zum Zeitpunkt der Veranstaltung gar eine zweites Referendum über den Austritt Schottlands aus dem Vereinigten Königreich stattgefunden? Es darf unterstellt werden, dass die gegenwärtige Premierministerin Theresa May, wäre sie statt seinerzeit David Cameron gewählt worden, sicherlich nicht die Mitgliedschaft und gar die ganz EU aufgrund innerparteilicher Querelen in den Ring geworfen hätte.

Nach einem einführenden Vortrag wollen wir gemeinsam in einer Diskussion der Frage nach dem Status quo von England, Vereinigtem Königreich und der EU nachgehen.

 

 

 

III. Forum Politik 25. September 2017

Afrika – Brotkorb der Welt, Krisenherd oder Hoffnungsträger für die Zukunft

 

Rund 50 Jahre nach Beginn der Dekolonialisierung steht Afrika an einem entscheidenden Wendepunkt. Die Länder leiden nach wie vor unter den Folgen der Kolonialisierung und werden weiter rücksichtslos ausgebeutet, nur das den vormaligen Kolonialherren sich weitere Staaten und multinationale Konzerne angeschlossen haben. Der Kontinent hat es noch nicht geschafft Handelshemmnisse abzu- und gemeinsame Infrastruktur aufzubauen – aus eigener Schwäche und weil massive Interessen von außen das unterbinden. Aus Afrika bekommen wir, wenn wir nicht ganz genau hinsehen, ausschließlich Horrornachrichten geliefert über djihaddistischen Terror, despotische, kleptokratische Staatsoberhäupter, die teilweise seit über 30 Jahren ihre Herrschaft brutal verteidigen und ihre Völker ausbluten, über Hunger- und Dürrekatastrophen. Dabei wird übersehen, dass Afrika der Kontinent mit den reichhaltigsten und besten Ressourcen ist und trotz aller Unbill enorme Entwicklungen vollzieht, von denen der Rest der Welt viel lernen könnte, wenn er denn nur genau hinsähe.

Darüber wollen wir nach einem einführenden Vortrag gemeinsam diskutieren. 

Zitat des Tages

"Während meines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten habe ich bemerkt, daß eine demokratische Gesellschaftsordnung wie die der Amerikaner für die Errichtung des Despotismus einzigartige Möglichkeiten bieten könnte; [...] Ich bin überzeugt, daß es leichter ist eine absolute und despotische Regierung in einem Volk zu errichten, in dem die gesellschaftlichen Bedingungen gleich sind, als in einem anderen, und ich glaube, eine derartige Regierung würde - einmal in einem solchen Volk errichtet - die Menschen nicht nur unterdrücken, sondern auf die Dauer jedem einige der wesentlichen Attribute der Menschheit entreißen. Der Despotismus erscheint mir daher in den demokratischen Zeiten als eine besondere Gefahr."

Alexis de Toqueville 1840

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